Hongkong

Eine Stadt, wie es sie kein zweites Mal gibt: laut, bunt, schnell. Ein Drogenrausch im Überschall. Ein blinder Sturzflug. Ein kakophones Jazzmeisterwerk. Gegensätze prallen hier aufeinander, explodieren, implodieren und reißen alles um sich herum mit. Westen gegen Osten. Demokratie gegen Autokratie. Zukunft gegen Vergangenheit. Moderne gegen Tradition. Luxus gegen Armut. Aufstieg gegen Niedergang. Religion gegen Aufklärung. Nacht gegen Tag. Alles scheint gleichzeitig zu existieren, alles befindet sich in ständiger Bewegung, im freien Fall und zugleich im Aufwind.

Hongkong lässt sich kaum mit einer anderen Stadt vergleichen. Ein Sehnsuchtsziel von uns – und dann bläst es uns schlichtweg davon. Schmuddeliger als Singapur, verrückter als New York, düsterer als Tokio, echter als Shanghai, metropolitischer als Bangkok, ikonischer als Peking. Doch Hongkong ist nicht nur ein glanzvoller Moloch aus Stahl, Glas und Beton, sondern auch ein Archipel grüner, geheimnisvoller Inseln. Zwischen Wolkenkratzern und Glasfassaden stehen uralte chinesische Tempel. Es gibt ein Disneyland und abgelegene Fischerdörfer, hektische Finanzviertel und stille Bergpfade.

Hongkong ist eine unvergessliche Achterbahnfahrt.

Advertisment in Hongkong

Hongkong liegt in diesen milden Frühlingstagen im Nebel versunken. Die Stadt saugt uns sofort in sich auf und wirft uns von einer Szenerie in die nächste. Der Auslöser der Kamera klickt unaufhörlich. An jeder Straßenecke warten unzählige Fotomotive. Menschen, die an einer Ampel stehen. Eine Ukulelespielerin am windumtosten Kai. Ein Hochzeitsshooting wie aus einem chinesischen Gangsterfilm. In den Morgendunst gehüllte Yogagruppen vor der Skyline des Finanzzentrums. Überall kleine Szenen, als wären sie allein für uns arrangiert worden.

Die Stadt lebt und pulsiert. Stroboskopische Lichter und atonaler Verkehrslärm. Der Geruch von Blut und Innereien auf dem Morgenmarkt mischt sich mit den süßen Düften von honigglasiertem Schweinebauch und frisch geschnittenen Blumen. Der Weihrauch alter Tempel zieht durch enge Gassen, in deren dunklen Ecken es nach Urin und Erbrochenem stinkt.

Wir sind völlig orientierungslos und haben keinen einzigen Blick auf eine Karte geworfen. Stattdessen folgen wir den Straßen, Treppen und Abkürzungen, die uns durch Einkaufszentren, über Fußgängerbrücken und durch unterirdische Passagen führen. Wir steigen in Busse ein und an völlig anderen Orten wieder aus, ohne zu wissen, ob wir uns noch in der Innenstadt befinden oder das Land unlängst verlassen haben.

Es fühlt sich an, als wären wir gefangen in einem überdrehten Videospiel, das uns durch eine Vielzahl mystischer Portale von einer Galaxie in die nächste katapultiert.

Ukulele Player in Hongkong
Wedding Shooting in Hongkong
People Crossing in the Streets of Hongkong
Fishes in Hongkong
Hongkong House
Hongkong Skyline Yoga

Glaube und Aberglaube, Religionen und Sagen – in Hongkong vermischen sich die Welten von Geistern, Ahnen und Göttern. Obwohl etwa die Hälfte der Bevölkerung keiner Religion im klassischen Sinne angehört, bedeutet das keineswegs, dass das Übernatürliche keine Rolle spielt. Chinesische Volksglauben, Ahnenverehrung sowie taoistische, buddhistische und konfuzianische Traditionen sind bis heute tief im Alltag verwurzelt.

China ist ein altes und gewaltiges Kulturreich, das über Jahrtausende hinweg eine kaum überschaubare Vielfalt an regionalen Mythen, Legenden und spirituellen Vorstellungen hervorgebracht hat. Zugleich stand es immer wieder im Austausch mit fremden Kulturen und Religionen: über Handelsrouten, Migration und Eroberungen.

Buddhistische, islamische, christliche und zahlreiche weitere Einflüsse saugte Hongkong wie ein trockener Schwamm in sich auf. Noch heute begegnet man hier Tempeln und Kirchen, Räucherstäbchen und Wolkenkratzern, Ahnenaltären und modernen Finanzzentren oft nur wenige Straßen voneinander entfernt.

Lamp Man in an Old Chinese Temple
Old Chinese Temple
Chinese Buddha

Und so verwundert es kaum, dass es zahlreiche Möglichkeiten geben soll, das Schicksal zu seinen Gunsten zu beeinflussen und Unglück von sich fernzuhalten. In Hongkong gibt es ganze Straßenzüge und Geschäfte, die die passenden Utensilien bereithalten: Geisterpapier zum rituellen Verbrennen, Räucherstäbchen und Tempelbedarf aller Art. Mancherorts werden Singvögel verkauft, deren Freilassung gutes Karma bringen soll. Auch Goldfische gelten als Glückssymbol und stehen für Wohlstand und Reichtum.

Das Geschäft mit Geistern, Glück und Schicksal floriert. Hinzu kommen traditionelle chinesische Apotheken, die ihre oftmals ungewöhnlichen Waren sorgfältig präsentieren. Kräuter, Wurzeln, Pilze sowie verschiedene tierische und mineralische Substanzen sollen – dem traditionellen Glauben nach – bei den unterschiedlichsten Beschwerden helfen.

Singing Bird in Hongkong
Goldfish-Bag
Goldfish-Shop

VOGELPARK

Hongkong Flower
Hongkong Flower
Parrot in Hongkong

NACHT

Fountain in a Hongkong-Park
Hongkong Street Life
Color Cubes in Hongkong
Hongkong Apple Store
Photographers in Hongkong
Skyline of Hongkong

SKYLINE

Skyline of Hongkong
Skyline of Hongkong
Skyline of Hongkong

Ten Thousand Buddhas Monastery

Statue of Arma
Statue in the Jungle

LANTAU

Tian Tan Buddha on Lantau
Path of Wisdom on Lantau
Fog is Crawling upon Lantau
Buddha Statues on Lantau

WALK OVER LANTAU

Rusty Chair on Lantau
Buffalo in Hongkong
Hongkong Flower

OUTRO

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