Indien

Müde vom Flug reiben wir uns die Augen. Ist dies wirklich das Indien, das wir erwartet haben? Neu-Delhi empfängt uns sanft. Fast zurückhaltend. Es öffnet die Tür nur einen Spalt. Zunächst sehen wir nichts weiter als den vertrauten Trubel einer asiatischen Großstadt. Doch schon wenig später wird diese Tür aufgestoßen. Wir verlieren den Halt und stürzen in die Tiefe. Die Achterbahnfahrt beginnt. Und wir sitzen in der ersten Reihe.

In den Kronen der Malabar-Lackbäume schlafen die Pfaue. Rikschas schießen an uns vorbei. Bettelnde Kinder verschwinden durch Löcher rostiger Zäune. Im Morgendunst schält sich die Kuppel des Taj Mahal aus den seichten Pastelltönen des Sonnenaufgangs. Muslime versammeln sich zum Fastenbrechen. Ein alter Brahmane sitzt im spärlich beleuchteten Keller seines vergessenen Tempels. Affen beherrschen die Däche von Jaipur, dieser ehrwürdigen Königsstadt. Durch die Straßen ziehen Elefanten und Kamele, bunt bemalt und heilig. Männer schultern Gewehre. Säbelrasseln. Kriegstanz.

Aus schweren goldenen Gefäßen serviert man uns duftenden Reis. Butter schmilzt auf heißem Knoblauchbrot. Eine milde Schärfe legt sich auf unsere Lippen. Überall Musik. Überall Tanz.

Indien ist keine Reise. Indien ist kein Land.

Indien ist ein Erwachen.

Taj Mahal

Noch am Tag unserer Ankunft werfen wir uns in Delhis Feierabendverkehr. Direkt vor uns krachen zwei Autos ineinander. Ein paar Hundert Meter weiter bleibt ein Krankenwagen mit heulender Sirene zwischen hupenden Fahrzeugen stecken. Je näher wir dem Connaught Place kommen – dem historischen Herzen der Stadt –, desto dichter wird das Menschenmeer um uns herum. Sobald wir für ein Foto oder einen genaueren Blick stehen bleiben, bildet sich eine Traube neugieriger Inder. Hände werden geschüttelt. Selfies gemacht. Fragen gestellt. Wir sind Fremde und zugleich für einen kurzen Moment Teil dieser Stadt.

Wir flüchten in einen Park. Sofort nimmt sich uns ein junger Musiker an. Er führt uns durch die Anlage, erzählt von seinem Leben und lacht viel. Dann verschwindet er wieder im Strom der Menschen. In den kommenden Tagen werden wir ihm immer wieder begegnen.

Abgehackte Musikfetzen und kreischende Mikrofontests wecken unsere Neugierde. Wir folgen der Kakophonie. Aus Lärm werden Melodien. Aus verzerrten Tönen entsteht Musik. Die Höhen finden die Tiefen, Stimmen gewinnen Konturen und plötzlich klingt alles nach einem großen Ganzen.

Vor uns öffnet sich ein Platz. Polizisten sichern die Zugänge. Fernsehkameras stehen bereit. Auf einer Bühne spielen sich Musiker warm. Dann setzt der Bass ein. Tief. Wuchtig. Laserstrahlen durchschneiden den warmen Abendhimmel. Menschen tanzen. Menschen jubeln. Und über allem liegt der Puls dieser gewaltigen Stadt.

Connaught Place Park
Connaught Place Park
Music Festival in New Delhi
Music Festival in New Delhi
Music Festival in New Delhi
Music Festival in New Delhi
Music Festival in New Delhi
Music Festival in New Delhi
Music Festival in New Delhi

Der erste richtige Tag führt uns zum India Gate. Nach einem langen Winter spüren wir endlich wieder die Wärme der Sonne auf unserer Haut. Schulklassen ziehen lachend an uns vorbei. Ein junges Paar mit einem Blumenstrauß in den Händen bittet uns um ein Foto. Familien aus Kindern, Eltern, Cousins und Großeltern umringen uns und zeigen unverhohlen ihre Neugier. An den Straßenecken pressen Händler frische Zitronen aus oder verkaufen bunt verpackte Süßigkeiten. Und überall sind Menschen.

Rund um das India Gate breitet sich eine gewaltige Parklandschaft aus. Spielplätze und Museen. Gärten und Kriegsdenkmäler. Dazwischen Regierungsgebäude im gepflegten Stil der britischen Kolonialzeit. Wie ein grünes Band zieht sich die Anlage kilometerweit durch die Stadt bis hin zum Rashtrapati Bhavan, dem Amtssitz des Präsidenten. Delhi wirkt hier geordnet und großzügig. Fast so, als wolle die Stadt uns nach dem ersten Kulturschock die Hand reichen.

Indian Lemon Juice Vendor
India Gate in New Delhi
India Gate in New Delhi
India Gate in New Delhi
India Gate in New Delhi
India Gate in New Delhi
Family at the India Gate in New Delhi

Wir laufen vorbei an Barbieren, die Männern auf offener Straße mit nichts weiter als einem Rasiermesser und etwas Seifenschaum den Bart schneiden. Kinder, kaum älter als zehn Jahre, knien vor Geschäftsleuten und polieren ihre Schuhe. An einer vielbefahrenen Hauptstraße verrenkt ein Junge in zerlumpter Kleidung seinen Körper in artistischen Yogafiguren, während Autos und Rikschas dicht an ihm vorbeirasen.

Langsam dämmert uns, dass unser erster Eindruck von Indien ein Trugbild gewesen sein könnte. Die freundliche Fassade bekommt Risse. Dahinter zeigen sich Armut, Widersprüche und eine Welt, die sich unseren gewohnten Maßstäben entzieht. Noch ahnen wir nicht, mit welcher Wucht Indien zum Schlag ausholen wird. Noch wissen wir nicht, dass diese Reise uns schon bald in eine völlig andere Dimension katapultieren wird.

Agrasen ki Baoli, ein jahrhundertealter Stufenbrunnen, wirkt wie ein Tor in eine andere Zeit. Tauben und Greifvögel ziehen ihre Kreise über dem alten Gemäuer. Es ist ein beliebter Fotospot für Selfies und ein beinahe meditativer Ort, um im Schatten der hohen Mauern und kargen Bäume der Mittagshitze zu entfliehen. Trotz der vielen Menschen, die auf den Stufen sitzen, ist der Brunnen ein Ruhepol. Auch wir nehmen Platz und beobachten das Kommen und Gehen der Vögel, während wir versuchen, die ersten Eindrücke Delhis zu verdauen.

Cow in Indian Main Street
Agrasen ki Baoli

Die U-Bahn trägt uns über den Yamuna. Im Nachmittagslicht weht die indische Trikolore über der Stadt. Safran, Weiß und Grün. Mut, Frieden und Glaube für die größte Demokratie der Welt.

Wir verlassen die Akshardham-Station und merken sofort, dass wir uns in einem anderen Viertel Delhis wiederfinden. Ein Fluss von Menschen im Feierabendverkehr reißt uns mit sich. Rikschafahrer pfeifen und rufen um Kundschaft. Die Luft riecht nach heißem Öl, gerösteten Nüssen und Gewürzen.

Wer stehen bleibt, geht unter. Wer schweigt, wird nicht gehört. Wer nicht nach vorne stürmt, bleibt zurück.

Wir sehen und lernen – wer auf Indiens Straßen überleben möchte, ja überhaupt seinen Alltag bestreiten will, muss kämpfen. Zu viele Menschen, die alle dasselbe zur gleichen Zeit wollen. Stärke, Einfallsreichtum und Selbstbewusstsein sind hier keine Tugenden. Sie sind Voraussetzungen. Die Straße duldet kein Zögern.

At the Akshardham Metro Station
Street Photography in Delhi
At the Akshardham Metro Station
At the Akshardham Metro Station
At the Akshardham Metro Station
At the Akshardham Metro Station

Hunderte, wenn nicht gar tausende Menschen strömen zusammen mit uns zum Akshardham-Temple am Yamuna. Dieser Tempel galt einst als der größte hinduistische Tempelkomplex der Welt und alles an ihm ist darauf ausgelegt, Massen von Besuchern ein spirituelles Erlebnis zu ermöglichen.

Vor den Eingängen bilden sich lange Schlangen. Taschen, Kameras und Telefone müssen abgegeben werden. Fotografieren und Filmen sind streng untersagt. Der Andrang ist gewaltig und der Tag bereits weit fortgeschritten. So bleiben wir schließlich vor den Toren stehen, beobachten das endlose Kommen und Gehen der Gläubigen und Besucher und ziehen weiter.

Akshardham-Temple
Akshardham-Temple
Akshardham-Temple

Shah Jahan, Herrscher des indischen Mogulreiches und Erbauer des Taj Mahal, ließ in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert das Rote Fort erbauen, das ihm in seiner neu geschaffenen Hauptstadt als Kaisersitz dienen sollte. Heute ist die Festungsanlage eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Delhi. Eingeklemmet zwischen dem Fluss Yamuna und dem chaotischen Stadtteil Old-Delhi erheben sich die dicken, rötlich-braunen Steinmauern. Ein langer, dunkler Korridor mit Geschäften und fliegenden Händlern führt uns vom Haupttor hinein in die Anlage. Nach dem hektischen Verkehr auf der Hauptstraße genießen wir die Ruhe und die Weite, die sich nun vor uns auftut.

Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi

Torbögen und schattige Gänge. Kleine Pavillons und baumbestandene Wiesen. Herrlich angelegte Blumenrabatten und verspielte Wasserläufe zwischen den Gehwegen. Eine symmetrische Architektur, die die Blickachsen vorgibt und die Aufmerksamkeit der Besucher lenkt. Schwärme von Vögeln ziehen immer wieder ihre Kreise oder stieben gleichzeitig in die Luft. Ein Wächter sitzt bewegungslos vor dem kühlenden Luftstrom seines Ventilators. Eine Gruppe junger Frauen zieht lachend vorbei.

Die riesigen Gartenanlagen des Roten Forts laden dazu ein, die Stille und Kühle abseits des chaotischen Old-Delhis zu genießen, bis zum letzten Auszukosten. Denn draußen, auf der anderen Seite der roten Mauern, warten eine Verkehrshölle aus Blech, Smog und Lärm sowie ein Meer aus Menschen.

Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi
Red Fort Delhi

Old Delhi. Die Realität holt uns ein und trifft uns wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht. Wir zwängen uns durch ein Tor und betreten die Chandni Chowk Road. Mehr noch: Jetzt sind wir wirklich in Indien angekommen.

Die Menschen, die Gerüche, der Lärm, all die Reize fluten über uns hinweg und hüllen uns ein. Rikschafahrer, aufgereiht wie Perlen auf einer endlosen Kette, drängen sich über die Straße. Fliegengleich schwirren Motorroller, Karren und Fahrräder um sie herum. Auf den Bürgersteigen ist kein Durchkommen. Menschen stehen, gehen, liegen, sitzen, schlafen und rennen dort. Manche rauchen gelassen eine Zigarette zwischen zwei Müllbergen, andere waschen sich vor dem Betreten eines Tempels. Vor einem öffentlichen Urinal am Straßenrand hat sich eine Schlange von Männern gebildet. Bettler strecken uns ihre Hände entgegen. Kistenträger und Frauen mit schweren Körben rempeln uns an. Immer wieder taucht jemand neben uns auf und möchte Geld für irgendeine Dienstleistung. Über unseren Köpfen blinken kaputte Leuchtreklamen und zwischen den Häusern hängen unentwirrbare Bündel aus Stromkabeln.

Wir retten uns in eine Seitengasse. Doch auch hier sind nicht weniger Menschen unterwegs, es gibt lediglich weniger Platz. Also zurück auf die Hauptstraße und mit dem Strom schwimmen. So lassen wir uns treiben – erst in ein Café, dann in einen Sikh-Tempel und schließlich zur großen Freitagsmoschee.

On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi
On the Streets of Old Delhi

Die späte Nachmittagssonne wirft ihr goldenes Licht auf das Minarett der Jama-Moschee am Rande von Old-Delhi. Der Vorplatz ist bereits voller Menschen, dennoch strömen immer weitere Gläubige durch die Eingangstore. Heute ist Eid al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens und das Ende des Ramadan.

Mit dem Nahen der Nacht kommen Familien und Freunde zusammen, um gemeinsam zu essen. Frauen breiten Picknickdecken auf dem Boden aus und tischen große Schüsseln mit Speisen auf. Frisches Gebäck und süßer Tee. Wassermelonen und Bananen. Brot und Desserts. Vor dem Gebet waschen sich die Gläubigen die Füße am zentralen Wasserbecken. Es werden Fotos gemacht, viel gelacht und miteinander gesprochen. Die Stimmung ist ausgelassen und voller Vorfreude.

Als die Sonne schließlich untergeht, ist der Vorplatz bis auf den letzten Platz gefüllt. Wasser und kleine Teller mit einfachen Mahlzeiten werden verteilt. Es gibt Gedränge um die kostenlosen Gaben und erneut wird sichtbar, wie groß die Gegensätze in Indien sein können. Armut und unfassbarer Reichtum liegen hier oft nur wenige Schritte voneinander entfernt.

Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi
Jama Masjid in Old Delhi

Taumelnd, ermattet und trunken von den Eindrücken spazieren wir durch eine kleine Straße quer durch Old Delhi zurück zur nächsten U-Bahn-Station. Es herrscht dieselbe Geschäftigkeit wie am Tag. Händler tragen große Pakete und meterlange Stoffrollen auf Köpfen und Schultern durch das Gewirr aus Ständen und Gassen. Zwischen Müll und Menschen verrichten Barbiere und Schuhputzer ihre mühsame Arbeit. Die Luft ist erfüllt von Currydüften, Abgasen und dem Geruch von Motoröl.

Die U-Bahn bringt uns zurück zu unserer Unterkunft im Stadtteil Gole Markt. Hier, in den Nebenstraßen, ist es für Indien erstaunlich ruhig. In den Bäumen, die ihr Geäst wie verkohlte Finger in den dämmernden Abendhimmel strecken, schlafen die Pfaue.

Streets of Old Delhi
Streets of Old Delhi
Streets of Old Delhi
Peacocks in Indian Trees

Im Südosten Delhis liegt das Humayun-Mausoleum, die Grabstätte eines Mogulherrschers aus dem 16. Jahrhundert. Zwischen Palmen und verspielten Wasserläufen ist die weitläufige Anlage eine Oase im Großstadtdschungel. Unter den Torbögen der alten Mauern finden sich zahlreiche schattige Plätze zum Ruhen und Verweilen. Streifenhörnchen jagen sich über die Wiesen und sind dermaßen an Menschen gewöhnt, dass sie auf der Suche nach Nahrung sogar auf unsere Schultern klettern.

Aus dem Hauptgebäude strömen Schulklassen in weißen Uniformen. Sie kichern und zeigen auf uns bleichgesichtige Westler. Als sie vorübergezogen sind, legt sich eine friedliche Idylle über das Gelände.

Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum
Humayun-Mausoleum

Der Abend legt sich über die Millionenstadt Agra. Über den Yamuna-Fluss kreisen Vogelschwärme. Sie schnappen nach Fischen und Fliegen. Den Sand des Ufers haben die Farben des bunten Holi-Puders eingefärbt. Die Kuppel des Taj Mahals ist von hier aus sichtbar. Auf der anderen Flussseite liegt ein weiteres Mogul-Mausoleum, das Itmad-ud-Daula.

Wir sind gekommen, um einem kleinen Ritual beizuwohnen – dem Aarti. Zum Sonnenuntergang versammelt sich eine Handvoll Menschen am Ufer. Ein Feuer wird entzündet und von Hand zu Hand weitergereicht. Leise Gebete werden gemurmelt, Segenssprüche gesprochen. Nach wenigen Minuten ist die Zeremonie bereits vorüber.

Anschließend kommen wir mit den Hinduisten ins Gespräch. Sie erzählen uns, dass sie mit dem Aarti dem Fluss, dem Wasser und damit dem Leben huldigen. Wasser, sagen sie, sei die Grundlage allen Wachstums und allen Lebens. Sie verstehen sich als Beschützer des Yamuna, beten für ihn, sammeln Spenden und organisieren Aufräumaktionen.

Yamuna Aarti Point in Agra
Yamuna Aarti Point in Agra
Yamuna Aarti Point in Agra
Yamuna Aarti Point in Agra
Yamuna Aarti Point in Agra
Taj Mahal in the Evening

Zart wie eine Lotusblüte öffnet sich der nächste Morgen. Ein grau-blauer Himmel kündigt den Tag an. In einer Traube von Menschen schieben wir uns durch die Sicherheitskontrollen. Plötzlich beginnen einige Besucher zu laufen. Sie wollen die Ersten sein, die einen ungestörten Blick auf dieses Weltwunder der Neuzeit erhaschen, bevor der Strom der Besucher alles füllt.

Zuerst sehen wir seine Kuppel. Dann treten wir durch das gewaltige Zugangstor und stehen vor dem Taj Mahal. Perfekte Architektur. Elfenbeinfarbener Marmor. Sanfte Schattierungen. Spiegelbilder im Wasser. Vollendete Symmetrie. Wortlos schieben wir uns durch die Menge. Für einen Augenblick nehmen wir nichts mehr wahr außer diesem Meisterwerk vor uns.

Ein wenig Rosa. Ein wenig Blau. Schließlich etwas Gold. Der Morgen verblasst. Das Taj Mahal nicht. Es entsteigt der Nacht wie ein Koloss, saugt die Farben des Sonnenaufgangs in sich auf und scheint mit jeder Minute heller zu werden.

Taj Mahal in the Morning
Taj Mahal in the Morning
Taj Mahal in the Morning
Taj Mahal in the Morning
Taj Mahal in the Morning
Taj Mahal in the Morning
Taj Mahal in the Morning
Taj Mahal in the Morning

Der Tag ist angebrochen und der Marmor des Taj Mahals erstrahlt in zartem Weiß. Manchmal schiebt sich eine Inderin im bunten Sari vor Chris‘ Kameralinse. Manchmal breitet ein Vogel seine Flügel aus und stößt sich von einer Mauer ab. Manchmal streift ein Sonnenstrahl die große Kuppel und taucht sie in warmes Licht. Der Auslöser der Kamera klickt unaufhörlich. Ein Motiv scheint schöner als das andere.

Noch immer können wir kaum fassen, welche Wirkung dieses berühmte Mausoleum auf uns hat. Großmogul Shah Jahan ließ das Taj Mahal als Grabmal für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal errichten, die bei der Geburt ihres vierzehnten Kindes verstorben war.

Ihn selbst kostete dieses monumentale Bauwerk am Ende jedoch die Freiheit. Die gewaltigen Ausgaben drohten den Reichtum der Herrscherfamilie zu verschlingen. Schließlich übernahm sein Sohn die Macht über das Mogulreich und ließ Shah Jahan im Fort von Agra gefangen setzen. Von dort soll der entmachtete Herrscher bis zu seinem Tod auf das Grabmal seiner geliebten Frau geblickt haben.

Taj Mahal
Taj Mahal
Taj Mahal
Taj Mahal
View from Taj Mahal
Taj Mahal
Taj Mahal
Taj Mahal

Ein kurzer Stopp auf dem Weg hinaus aus Agra. Im Kellergeschoss eines unscheinbaren Gebäudes befinden sich die Verkaufsräume eines Steinmetzes, der die Bekanntheit des marmorgewordenen Taj Mahals geschickt für seine Waren nutzt. Sein Meisterhandwerker, so erzählt man uns, stamme aus jener Familie von Kunsthandwerkern, die bereits im 17. Jahrhundert am Bau des berühmten Mausoleums beteiligt gewesen sei.

Einmal mehr zeigt sich, wie erfinderisch und geschäftstüchtig die Inder sind. Kaum jemand bittet einfach nur um einen Dollar. Nein, meist möchte man zumindest den Anschein erwecken, eine Leistung oder einen Service erbracht zu haben. So geschieht es, dass uns wildfremde Menschen die Autotür öffnen, unser Gepäck tragen oder uns ungefragt den Weg weisen. Jede Auskunft, jedes Lächeln, jede kleine Gefälligkeit kann zum Auftakt einer Bitte um Bezahlung werden.

Wir erhalten eine kleine Einführung in das Handwerk der Marmor-Steinmetze von Agra und verfolgen fasziniert die filigrane Arbeit. Am Ende kaufen wir tatsächlich eine dekorative Marmortafel. Storytelling sells.

Marble Craving
Marble Craving

Auf dem Weg von Agra zum Ranthambore-Nationalpark liegt Fatehpur Sikri, die einstige Hauptstadt eines Großmoguls. Die weitläufige Festungsanlage liegt in der flimmernden Mittagshitze. Die Sonne steht senkrecht über unseren Köpfen. Ein offizieller Guide nimmt sich unserer an und führt uns durch die schattigen Gemächer und Höfe der ehemaligen Herrscherresidenz. Was uns jedoch weitaus mehr interessiert als die Geschichte der Mauern, ist die Geschichte unseres Guides.

Mit Mitte dreißig sei er noch nicht verheiratet, erzählt er uns. Seine Eltern hätten jedoch bereits eine passende Ehefrau für ihn ausgewählt. Gesehen habe er sie einmal, wirklich gesprochen noch nie. Trotzdem freue er sich auf die Hochzeit. Es klingt weder nach Resignation noch nach Zweifel. Es ist einfach der Lauf der Dinge.

Und das ist Indien eben auch. Während sich das Land auf der internationalen Bühne modern, digital und technologisch präsentiert, prägen vielerorts noch immer uralte Traditionen den Alltag. Das Kastensystem ist offiziell abgeschafft, seine Spuren jedoch noch lange nicht verschwunden. Hunderte Götter wachen über das Schicksal der Menschen. Ein Rad aus Tod und Wiedergeburt, das sich bis auf alle Ewigkeit dreht. Und darüber das unumstößliche Naturgesetz von Karma.

Fatehpur Sikri Fort
Fatehpur Sikri Fort
Fatehpur Sikri Fort
Fatehpur Sikri Fort

Es ist noch dunkel über dem Wald. In der Trockenzeit sind die meisten Bäume kahl. Lediglich ein paar grüne Büsche, spärlich belaubte Bäumchen und die flammend roten Malabar-Lackbäume durchbrechen die Monotonie des allgegenwärtigen Grau-Brauns.

Unser Safari-Jeep rumpelt über den felsigen Boden. Seit einer Stunde fahren wir bereits durch das Dickicht des Ranthambore-Nationalparks auf der Suche nach exotischen Tieren. Vor allem aber auf der Suche nach Tigern. Sie haben hier, im Schutz des Nationalparks, einen wichtigen Rückzugsort gefunden und sind zugleich die größte Attraktion der Region. Hotels, Restaurants, Taxifahrer, Parkmitarbeiter, Handwerksbetriebe und viele andere leben von der Sehnsucht der Touristen, einmal einem echten Tiger in freier Wildbahn zu begegnen.

Nach einer weiteren Stunde hat es die Sonne über den Horizont geschafft. Doch außer ein paar bunten Singvögeln, einigen Hirschen und Wildschweinen haben wir bislang keine Tiere entdecken können. Vielleicht werden wir auf unserer zweiten Safari am Nachmittag mehr Glück haben.

Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark

Am Nachmittag also auf zu einer neuen Runde – diesmal in einer anderen Parkzone und in einem Bus statt einem Jeep. Das Gelände ist offener, weniger bergig und weniger steinig als am Morgen. Es gibt Teiche und kleine Seen und tatsächlich auch eine andere Tierwelt. Wir sichten Krokodile, Affen, Rehe und Störche. Im Sand entdecken wir sogar den frischen Pfotenabdruck eines Tigers. Wir sind uns sicher: Jetzt wird es klappen!

Plötzlich Aufregung. Alle Jeeps und Busse brausen zu einer offenen Grasfläche. Vor wenigen Minuten habe ein Guide den Warnruf eines Vogels vernommen. Man erklärt uns, dass die hier lebenden Vögel ein bestimmtes Signal von sich gäben, wenn sich ein Raubtier nähert. Eine halbe Stunde oder länger warten wir schweigend auf den Tiger. Doch im hohen Gras bleibt alles ruhig.

Auf der Rückfahrt – wir haben den Park beinahe schon verlassen – gibt es eine Panthersichtung. Sofort setzen sich sämtliche Fahrzeuge in Bewegung. Geländewagen verkeilen sich ineinander, Touristen streiten in den Bussen um die besten Plätze. Kameras werden hektisch in die Luft gehoben. Unverständliches Raunen und aufgeregtes Gemurmel gehen durch die Menge. Der Verkehr staut sich, dutzende Fahrzeuge säumen den Wegesrand. Der Panther scheint jedoch längst seines Weges gegangen zu sein, denn niemand in unserem Bus bekommt ihn zu Gesicht.

Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark
Ranthambhore-Nationalpark

Vor unserer Weiterreise wollen wir noch einmal lokale Handwerkstraditionen und Kunsterzeugnisse kennenlernen. Üblicherweise machen wir einen weiten Bogen um Souvenirshops und Touristenfallen aller Art, doch die Mitbringsel, die es hier überall zu kaufen gibt, haben es uns angetan.

Die Tribal Women Craft Industries ist eine Art Kooperative von Frauen, die sich durch Näharbeiten ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften können. Aus recycelten Stoffen stellen sie wunderbare Teppiche und Überdecken her und verbinden dabei moderne Muster mit traditionellen Farben und Motiven. Auch eine Handvoll Maler ist hier beschäftigt. Mit ruhiger Hand und ausgezeichnetem Auge für Details fertigen sie – was sonst – Gemälde von Tigern in allen Größen und Variationen an.

Es ist ein wunderbarer Ort, um den Künstlern bei der Arbeit zuzusehen und mit dem Kauf ihrer Produkte möglichst direkt die Menschen vor Ort zu unterstützen, anstatt fragwürdige Souvenirs aus chinesischer Massenproduktion mit nach Hause zu nehmen.

Tribal Women Craft Industries - Women Craft Ranthambhore
Tribal Women Craft Industries - Women Craft Ranthambhore
Tribal Women Craft Industries - Women Craft Ranthambhore
Tribal Women Craft Industries - Women Craft Ranthambhore
Tribal Women Craft Industries - Women Craft Ranthambhore

Am Westrand der Großstadt Jaipur liegt der Galta-Ji-Tempel, auch bekannt als Affentempel. Nicht etwa, weil Affen hier als heilige Tiere verehrt würden, sondern weil Dutzende, wenn nicht gar Hunderte dieser Tiere die alte Tempelanlage bevölkern.

Wir betreten eines der Tempelgebäude. Ein alter Mann weist auf einen Kellereingang. Dort unten liegt ein düsterer Flur, dem wir zusammen mit einem indischen Pärchen durch verwinkelte Gänge bis zu seinem Ende folgen. Schließlich gelangen wir in eine kleine, dämmrige Kammer. Ein Brahmane sitzt dort. Seinen nackten Oberkörper zieren bunte Segenszeichen. Sein Bart ist geflochten, sein Haar struppig. Er besteht darauf, uns zu segnen, und wir geben ihm ähnlich viele Münzen wie es das Ehepaar vor uns tat. Doch von uns Weißgesichtern hätte er offenbar mehr erwartet; missmutig verzieht er das Gesicht.

Wieder draußen folgen wir einer von Affen- und Taubenkot verdreckten Treppe hinauf zu einer Quelle. Eine halb entblößte Frau vollzieht dort gerade eine rituelle Waschung. Ratten huschen über den Boden, auf den Mauern balancieren die Affen. In einem düsteren Verschlag sitzt ein weiterer Brahmane, umgeben von Ratten und anderem Ungeziefer. Da nach hinduistischem Glauben jedes Tier ein wiedergeborener Verwandter, Freund oder Bekannter sein könnte, werden Tiere nahezu überall geduldet.

Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple
Galta Ji Temple

Die Rosa Stadt, Hauptstadt der Provinz Rajasthan und kulturelles Zentrum der Region – das ist Jaipur. Zwischen altem Königspalast, einer Sammlung astronomischer Instrumente und der eindrucksvollen Architektur des Palasts der Winde liegt ein Netz aus Straßen, in denen das Chaos Indiens regiert. Zu viele Autos und Rikschas auf zu wenig Raum. Die Bürgersteige quellen über von Passanten und Essensverkäufern. Kühe liegen in Müllbergen, Ratten beherrschen den Untergrund, Affen die Dächer der Stadt. Bettler neben Studenten, neben Händlern, neben Touristen. Alles fließt, alles ist in Bewegung. Hier gibt es keine Ruhe, keinen Stillstand, kein Zurück.

Schlangenbeschwörer lassen scheinbar mit den atonalen Klängen ihrer Flöten zahme Kobras aus Körben steigen. Wahrsager vermögen die Zukunft und das Schicksal der Menschen aus den Furchen ihrer Hände zu lesen. Hinduistische Priester sprechen zu den Göttern. Neben den Palästen alter Könige erheben sich Armenviertel aus dem Staub der Wüste. Die Stadt, einst zum Besuch des Prinzen von Wales rosa-orange gestrichen, ist ein lebendiger, mystischer Ort voller Energie und ohrenbetäubender Potenz.

Sireh Deori in Jaipur
Pigeons in Jaipur
Palace of Wind - Hawa Mahal
Cow on the Streets of Jaipur
Heavy Loaded Woman in Jaipur
Astrologer in Jaipur
Snake Charmer in Jaipur
People in Jaipur

Je größer, desto besser. Je eindrucksvoller, desto präziser. Im frühen 18. Jahrhundert war Maharadscha Jai Singh II überzeugt, dass astronomische Instrumente vor allem eines sein mussten: groß. Je größer die Bauwerke, desto genauer sollten Winkel, Umlaufbahnen und Sternpositionen bestimmt werden können. Während man in Europa zur gleichen Zeit an Fernrohren, Präzisionsmechanik und perfekt geschliffenen Linsen tüftelte, setzte man in Jaipur auf monumentale Steinarchitektur.

So bestaunen wir eine gigantische Sonnenuhr, deren Schatten derart breit ausfällt, dass sich die Zeit nur grob bestimmen lässt. Auch andere Instrumente wirken auf uns erstaunlich klobig und zu ungenau für den Zweck, den sie eigentlich erfüllen sollten.

Jantar Mantar in Jaipur
Jantar Mantar in Jaipur
Jantar Mantar in Jaipur
Jantar Mantar in Jaipur
Jantar Mantar in Jaipur
Jantar Mantar in Jaipur
Jantar Mantar in Jaipur

Der Stadtpalast ist voller Touristen. Vielleicht ist heute ein besonders geschäftiger Tag, da der große Gangaur-Umzug kurz bevorsteht. Menschen aus ganz Rajasthan sind gekommen, um dem Spektakel beizuwohnen. Doch noch ist es erst Mittag. Ein Brunnen plätschert im Vorhof des Palastes. Zwei Wachen haben sich im Schatten des mächtigen Eingangstores niedergelassen. Puppenspieler führen kleine Szenen auf und eine Gruppe älterer Frauen knüpft bunte Stoffe.

Ein Junge bittet uns um ein Foto von sich und seinem Freund. Auch sein Vater möchte ein Bild zusammen mit seiner Frau. Er sei Soldat, erzählt er, und sie machten einen Kurztrip in die schöne Stadt Jaipur. Er ist höflich und etwas schüchtern. Immer wieder erleben wir die Inder als offene und freundliche Menschen. Sie sind geschäftstüchtig, stets bereit, sich ein paar Rupien dazuzuverdienen. Zugleich wissen sie, dass sie bei fast 1,5 Milliarden Mitbürgern laut sein müssen, um überhaupt gehört zu werden.

The City Palace in Jaipur
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The City Palace in Jaipur
The City Palace in Jaipur
The City Palace in Jaipur

Am Tripolia Gate ist bereits eine große Bühne aufgebaut. Mit Farbpuder wurden Linien auf den Asphalt gezeichnet, an denen in Kürze die Absperrungen errichtet werden. Die ersten Soundchecks laufen, die letzten Blumengirlanden werden aufgehängt. Wir machen noch einen Spaziergang um den Block, kaufen Wasser und einen kleinen Snack, während der Tag langsam in den späten Nachmittag übergeht.

Dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Hausdächer haben sich mit Hunderten Zuschauern gefüllt. Der Verkehr wurde umgeleitet und entlang der Straße drängen sich Menschenmassen. Kamerateams suchen nach dem besten Aufnahmewinkel. Polizisten mit ernsten Mienen laufen auf und ab, halten die Menschen zurück und lassen ihre Bambus-Schlagstöcke durch die Luft kreisen. Eine freudige Erwartung liegt in der Luft.

Gangaur Festival 2026 in Jaipur
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Drohnen steigen in die Luft. Eine Reporterin spricht in ihr Mikrofon, ihre Stimme überschlägt sich. Die Menschen auf den Dächern – sie haben die beste Aussicht und sehen alles zuerst – beginnen zu applaudieren. Paukenschläge und Musik setzen ein. Jubel geht durch die Menge. Schreie. Emporgereckte Smartphones. Die bunte Prozession setzt sich in Bewegung. Männer in langen Gewändern. Frauen in leuchtenden Kleidern. Goldene Ornamente, prächtige Turbane und verzierte Insignien.

Röcke wirbeln im Tanz. Männer, blau bemalt wie Shiva. Musikkapellen und mit Musketen bewaffnete Kamelreiter. Standartenträger, Flötisten und Jäger. Der Auslöser unserer Kamera steht nicht mehr still, die Arme schmerzen längst. Aus dem Stadttor marschieren nun die Elefanten. Mit ihren langen Rüsseln nehmen sie Geldscheine entgegen, die ihnen Zuschauer entgegenstrecken. Gottheiten schweben auf Podesten über die Straße. Ein zeitloser Moment. Die Parade scheint kein Ende zu nehmen und bahnt sich unaufhörlich ihren Weg durch die Menschenmenge. Flaggen und Wimpel wehen. Säbel werden gezogen. Weiße Pferde ziehen prachtvoll geschmückte Kutschen.

Und dann, nach zwei oder drei Stunden, die wie Minuten vergingen, lassen die Drohnen über uns Rosenblätter herabregnen. Es ist das Ende einer unglaublichen Show.

Gangaur Festival 2026 in Jaipur
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Schlagartig löst sich die Menge auf. Die Polizisten treiben uns und alle anderen davon. Da rollen bereits die ersten Autos und Motorroller heran. Hupenlärm, laute Rufe und die letzten Klänge der Musikkapellen vermischen sich zu einer dichten Kakophonie. Unsere Ohren klingeln noch. Die Schritte sind unsicher. Wir sind berauscht von den Eindrücken.

Die blaue Stunde legt sich über Jaipur. Die Affen auf den Dächern scheinen uns auszulachen. Fett und müde sitzen sie auf Giebeln und Mauervorsprüngen und blicken auf uns herab. Müll weht durch die Straßen und der Palast der Winde leuchtet wie ein Klumpen Gold in diesem wunderschönen Abendlicht.

Evening in Jaipur
Palace of Wind - Hawa Mahal
Palace of Wind - Hawa Mahal
Evening in Jaipur

JAL MAHAL

Jal Mahal
Jal Mahal
Jal Mahal
Jal Mahal
Jal Mahal

AMBER PALACE

Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur
Amber Palace in Jaipur

ARRIVAL IN ALWAR

Fields around Alwar

OUTRO

Jaisamand Lake
Jaisamand Lake
Jaisamand Lake
Jaisamand Lake

Moosi Maharani Ki Chhatri

Moosi Maharani Ki Chhatri
Moosi Maharani Ki Chhatri
Moosi Maharani Ki Chhatri
Moosi Maharani Ki Chhatri
Moosi Maharani Ki Chhatri

Rani Ka Mahal, Alwar

Rani Ka Mahal, Alwar
Rani Ka Mahal, Alwar
Rani Ka Mahal, Alwar
Rani Ka Mahal, Alwar
Rani Ka Mahal, Alwar

OUTRO

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